22.11.2007:
Als ich gestern Abend beim Essen die Nachricht im Fernsehen hörte und sah, blieb mir der Bissen im Halse stecken.

RTL meldet: 5-jähriges Kind in Schwerin verhungert!

Wieder und wieder die gleichen Nachrichten.

Und wieder haben Nachbarn offensichtlich informiert, haben Courage gezeigt.

Und wieder haben Ämter nichts Besseres und Wichtigeres zu tun, als zu versuchen, die Vorwürfe zu entkräften.

Letzten Endes wird eine Untersuchungskommission feststellen, dass alles getan wurde und die Schuld wird allein auf die Eltern abgewälzt.

Mich fröstelt, bei dem Gedanken, dass wir als moderne Gesellschaft, mit einer Unzahl an arbeitslosen Fachkräften und einem Riesenapparat an Abgeordneten, dieses scheinbar zunehmende Problem nicht in den Griff bekommen.

Ich wende mich hier ganz besonders und in erster Linie an die Abgeordneten Frauen und Mütter:

Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel, Frau Bundesministerin Dr. van der Leyen,

was empfinden Sie persönlich als Mütter von 2, bzw. 7 Kindern, wenn Sie wieder einmal eine solche Meldung auf den Tisch bekommen?

Lässt Sie das kalt? - Mit Sicherheit nicht!

Dann tun Sie endlich etwas dagegen, und zwar mit dem gleichen Tempo, wie Sie über Ihre Dienstbezüge entscheiden!

Beziehen Sie endlich Ihre Wähler mit ein, bei der Suche nach Möglichkeiten, solche Tragödien zu vermeiden!

Ich persönlich bin gern bereit, Vorschläge einzubringen!

Webmaster Torosso

 

Mail von Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Datum: 11/29/07 16:49:02

An: privat@torosso.de

Betreff: Anfrage Bundesministerin von der Leyen

Sehr geehrter Herr Roskowetz,
die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Frau Dr. Ursula von der Leyen  hat mich gebeten, Ihnen auf Ihre freundliche Mail vom 23. November zu antworten Der schreckliche Tod der kleinen Lea-Sophie hat uns in Berlin sehr getroffen.

Leider kann die Bundesministerin Ihrer freundlichen Bitte eines Grußwortes für Ihre Homepage nicht nachkommen. Die Zahl der Anfragen, die täglich im Familienministerium eingehen, ist zu groß, so dass sich Frau von der Leyen auf  Projekte  beschränken muss, die im direkten Zusammenhang mit Programmen des Familienministeriums stehen. Das bedauert sie sehr, hofft aber auf Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Charlotte Hoffmann

 

Charlotte Hoffmann
 __________________________
 Referentin im Büro der Ministerin
 Bundesministerium für Familie,
 Senioren, Frauen und Jugend
 
 Alexanderstraße 3, 10178 Berlin
 Telefon: 030 20 655-1004
 E-Mail: Charlotte.Hoffmann@bmfsfj.bund.de

 Internet: www.bmfsfj.de

 

 
22.11.2007

Mail an Bundeskanzleramt und Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Verehrte Frau Bundeskanzlerin,
verehrte Frau Bundesministerin,
sehr geehrte Damen und Herren,
 
aus Anlass des Auffindens von Dennis Bittner aus Cottbus, in der Tiefkühltruhe seiner Eltern, habe ich dem Jungen im vergangenen Jahr eine kleine Gedenkseite im Internet, auf meiner Domain torosso.de eingerichtet.
Durch die dabei notwendige Recherche-Arbeit habe ich mich mehr und mehr mit dieser Thematik befasst.
Mit Erschrecken mehren sich Fälle von Verwahrlosung und man erhält dann jedesmal durch die Medien den Eindruck, dass Ämter einen großen Aufwand betreiben um sich selbst schuldfrei zu sprechen.
Der Anteil der Bürger, die eher wegschauen und weghören ist sicher sehr groß. Die wenigen Nachbarn, die Courage zeigen, resignieren, weil sie Ihre Ohnmacht gegenüber Behörden erkennen.
 
Sicher ist der Besucherstrom auf Dennis Bittners Gedenkseite sehr gering, aber mit Erfolg versuche ich in Foren Menschen für diese Problematik zu sensibilisieren. So ist derzeit ein Zuwachs an Besuchern zu verzeichnen.
 
Da ich nicht länger tatenlos zusehen möchte und ich keine andere Möglichkeit für mich finde, spreche ich Sie,
 
Frau Bundeskanzlerin
 
und Sie
 
Frau Bundesfamilienministerin
 
auf Dennis Bittners Gedenkseite persönlich an.
 
Eine Stellungnahme von Ihnen, bzw. Ihren Pressestellen (falls ich Ihnen nicht zu gering erscheine)
würde ich ebenfalls auf dieser Seite veröffentlichen.
 
Ich bedanke mich für Ihr Bemühen
 
Mit freundlichen Grüßen
 
 
 
Thomas Roskowetz
 

 
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