Nachdenkliches & Meinungen:

SIND SO KLEINE HÄNDE

  

Sind so kleine Hände
winz'ge Finger dran.
Darf man nie drauf schlagen,
die zerbrechen dann.

   

Sind so kleine Füße
mit ganz kleinen Zehen.
Darf man nie drauf treten
können sie sonst nicht gehen.

  

Sind so kleine Ohren
scharf, und ihr erlaubt,
darf man nie zerbrüllen
werden davon taub.

 

Sind so schöne Münder
sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten
kommt sonst nichts mehr raus.

 

Sind so klare Augen
die noch alles sehen.
Darf man nie verbinden
können sie nicht verstehen.

 

Sind so kleine Seelen
offen und ganz frei.
Darf man niemals quälen
gehen kaputt dabei.

  

Ist so'n kleines Rückgrat
sieht man fast noch nicht.
Darf man niemals beugen
weil es sonst zerbricht.

 

Gerade, klare Menschen
wär'n ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückgrat
haben wir schon zuviel.

   

                       Bettina Wegner

     

  

Nur keine Fehler eingestehen,

Frau Oberbürgermeisterin . . . !

  

  

 

    

Eine tatsächlich erlebte Begebenheit . . .

Wir schreiben das Jahr 2004. Die begonnene Adventszeit kündigt das nahende Weihnachtsfest an und löst besonders bei Christen und anderweitig traditionell veranlagten Menschen den Gedanken an Nächstenliebe und gegenseitiger Unterstützung aus.

Die mit der Arbeitslosigkeit einhergehende Sehnsucht nach „gebraucht werden . . .“ hatte auch mich schon lange befallen, als meine Frau mir einen Zeitungsartikel auf den Tisch legte:

Telefonseelsorge Cottbus / Frankfurt/Oder sucht ehrenamtliche Mitstreiter . . .“

Nach reiflicher Überlegung und durchdenken der unabänderlichen Konsequenzen, aber auch gestützt durch den zugesprochenen Mut  meiner Frau, bot ich mich zur Mitarbeit an.

Es folgte ein Wochenendseminar als Eignungstest.

Unter Anderem wurde mit Hilfe von Rollenspielen die künftige ehrenamtliche Tätigkeit demonstriert und den Teilnehmern nahe gebracht.

Auch ich wurde mit einer weiteren Bewerberin ausgewählt und überließ ihr die Wahl zwischen Anrufer oder Telefonseelsorger . . .

Nach einem Moment des Sammelns war ich bereit, meinen ersten "seelsorgerischen Anruf" entgegenzunehmen.

Meine Mitbewerberin meldete sich als eine besorgte und zugleich zweifelnde Mutter, die in ihrer Nachbarschaft die Misshandlungen und den möglicherweise auch sexuellen Missbrauch eines behinderten Kindes durch seinen Pflegevater vermutete. Sie fragte mich um Rat; wisse nicht, was sie tun solle, falls ihre Beobachtungen und Vermutungen unbegründet seien, war also im Zweifel, die Pflegeeltern zu verleumden . . .

Ich sah nun meine Aufgabe nicht nur darin, zuzuhören, sondern sie auch auf die  Gefahr hin, Mitmenschen einer Tat zu bezichtigen, dessen sie möglicherweise nicht schuldig sind, darin zu bestärken, sich an Ämter zu wenden, um nicht die Schuld auf sich zu laden, passiv zugesehen zu haben . . .

Als sich meine Anruferin  anders entschied und ihr Anliegen plötzlich bagatellisierte, gingen mir Gedanken durch den Kopf wie: "will sie jetzt plötzlich nichts mehr wahrgenommen haben?" und es  entwich mir ein leiser Seufzer . . .

* * *

In der anschließenden Auswertung erhielt ich durch die anderen Teilnehmer großen Beifall, durch die uns begleitende Psychologin aber, wurde ich für diesen Seufzer kritisiert,  (mir stehe eine solche Gefühlsregung nicht zu . . . !!! )

Courage zeigen,

bevor es noch mehr "Dennis Bittner´s" gibt !!!

Übrigens:

 Ich wurde für eine Mitarbeit bei der Telefonseelsorge abgelehnt. Grund? - weiß ich nicht.Es fehlte eben diesen Fachleuten offensichtlich der Mut oder die Courage, mir den Grund zu nennen. . .

erlebt von Webmaster Torosso

Wenn du magst schreib deine Meinung hierzu, oder auch dein eigenes Erlebnis zum Thema "Courage zeigen". Schreib an Webmaster Torosso , ich setze deinen Beitrag eventuell hier dazu. Danke

 

 

   
20.02.2006 -

ein denkwürdiger Tag für mich, dem Initiator dieser Gedenkseite:

Warum?

Heute wurden Denni´s Eltern vom Cottbuser Landgericht wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Für mich ist dies wie so eine Art "Schlusspunkt" zu Dennis Bittners Schicksal.

Ist es ein Zufall das gerade heute unsere Tochter Nicole eine kleine Tochter zur Welt gebracht hat?

      

Sehr nachdenklich macht mich dieses Urteil schon! Es bürdet uns Steuerzahlern noch mehr Kosten auf, neben den Heimunterbringungskosten für Dennis Geschwister auch noch die Vollzugskosten der Eltern! Nicht zu sprechen von dem zu unrecht ausgezahlten Kindergeld. Die Kosten wären besser angelegt gewesen, hätten verantwortliche Ämter  rechtzeitig reagiert und einen Familienpfleger bestellt, für die offensichtlich überforderte Mutter!!! Übrigens: Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet die Kosten für Familienpfleger zu tragen (bei Erfordernis bis zum 14. Lebensjahr der Kinder des betreffenden Haushaltes)

Nicht immer führt Verwahrlosung, wie in Dennis Bittners Fall zum bedauerlichen Tode. Oft sind bei solchen  Kindern  Persönlichkeitsstörungen die Folge, die wiederum die spätere Unfähigkeit, Kinder zu erziehen  mit sich bringen kann. 

Ein fataler Teufelskreis . . .

Wann werden eigentlich die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen, die in diesem Fall ihre Aufgaben sehr mangelhaft erfüllt haben?  Auch sie haben die ganze Zeit ihren Verdienst aus dem "Steuersäckel" empfangen! (ohne schlechtes Gewissen!)

 

 

 
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